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Das Wasser steigt, der Wind weht mit mehr als 100 km/h oder die Schneemassen auf Ihrem Dach werden immer mehr. Extreme Wetterlagen können neben Personenschäden auch Schäden an Ihrem Gebäude verursachen. Kleine bauliche Maßnahmen helfen Ihnen bereits, Ihr Gebäude für solche Fälle sicherer zu machen. Als Eigentümer einer Immobilie können Sie dies selbst tun, als Mieter können Sie sich beim Vermieter über bereits getroffene Maßnahmen informieren oder die Umsetzung noch fehlender Maßnahmen anregen.
Diese baulichen Maßnahmen sollten Sie treffen:
Ihr Dach:
• Sichern Sie Ihre Dachdeckung mit Sturmhaken und ausreichender Vernagelung
• Installieren Sie Schneefanggitter als Vorbeugung für Dachlawinen
• Lassen Sie den Dachstuhl sowie die Dachhaut gegen Abheben bei Orkanböen zusätzlich sichern
• Lassen Sie bei geneigten Dächern Windrispen in kreuzweiser Anordnung anbringen
Ihr Garten/Ihre Außenanlagen
• Sichern Sie Markiesen und Überdachungen gegen Stürme
• Lassen Sie umsturzgefährdete Bäume zu Ihrer Sicherheit entfernen. Diese können in Hausnähe durch Umsturz oder Astbruch Ihr Gebäude beschädigen
• Stellen Sie bewegliche Gegenstände (z. B. Trampoline, Gartenmöbel, Fahrräder etc.) bei einem Sturm sicher unter
Ihr Abwasser
• Lassen Sie Rückstauklappen in Ihren Abwasserleitungen installieren und überprüfen Sie regelmäßig die Funktionsfähigkeit
• Lassen Sie mit einer Hebeanlage Abwasser aus tiefer gelegenen Geschossen entsorgen; diese Leitungen müssen deutlich oberhalb des Rückstauniveaus geführt werden
• Lassen Sie eine leistungsstarke Tauchpumpe in Verbindung mit einem Pumpensumpf das evtl. eingedrungene Wasser abpumpen. Solche Pumpensümpfe sollten an mehreren Stellen in überflutungsgefährdeten Geschossen und in Ausgangsnähe eingeplant werden
• Fliesenbeläge und wasserfeste Bau- und Dämmmaterialien ermöglichen bei einer Überflutung im Untergeschoss eine effektive Entsorgung von Wasser und Schlammrückständen
Ihre Elektroversorgung
• Legen Sie Hausanschluss und Zählerkasten überflutungssicher an
• Kontrollieren Sie die Elektroanlage hinsichtlich des Schutzes vor Überspannungen und auf Fehlerstrom-Schutzeinrichtungen (RCD, früher FI-Sicherung)
• Überprüfen Sie, ob der Blitzschutz ausreichend ausgelegt ist. Für gefährdete Geschosse sollte es getrennte Stromkreise geben, die bei Bedarf stromlos geschaltet werden können
• Schaffen Sie sich ein kleines, aber leistungsstarkes Notstromaggregat an. Dies kann in verschiedenen Notsituationen sehr hilfreich sein
Ihre Heizung
• Sichern Sie Tankanlagen im Haus und im Außenbereich gegen Aufschwimmen
• Lassen Sie die Heizungsanlage gegen Überflutungen sichern
• Planen Sie die Möglichkeit des Betriebs der kompletten Heizungsanlage über Notstrom ein
Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) hat einen Ratgeber zum Thema „Sicherheit am Haus“ veröffentlicht. Diesen finden Sie hier: Ratgeber des BBK