Sorgen Sie vor!
Gut gerüstet - So sorgen Sie vor:
Ihre Mitarbeit und eigene Vorsorge sind schon früh gefragt. Bei Gefahrenlagen werden die Einsatzkräfte des Bevölkerungsschutzes nicht alle Menschen gleichzeitig und sofort mit Lebensmitteln, Getränken und anderen wichtigen Gütern versorgen können. Es ist daher besonders wichtig und unverzichtbar, dass jeder Haushalt frühzeitig selbst vorsorgt und in der Lage ist, mit dem eigenen Vorrat einen Zeitraum von zehn Tagen überbrücken zu können. Diese Annahme ist Grundlage jeglicher Bevölkerungsschutzplanung der Gemeinde Ostseebad Insel Poel.
Haben Sie schon einen Lebensmittelvorrat für den Fall, dass Sie den Supermarkt beispielsweise wegen extremer Schneemengen nicht mehr erreichen können? Sind Ihre wichtigsten Unterlagen griffbereit für den Fall, dass Sie Ihr Haus wegen einer Sturmflut zügig verlassen müssen?
Über die wichtigsten Vorsorgebereiche informieren wir Sie hier.
Lebensmittel
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Jeder von uns kennt es: Beim Kochen stellt man fest, dass man etwas wichtiges im Supermarkt vergessen hat. Kein Problem, denn der nächste Supermarkt ist auf der Insel Poel spätestens nach fünf Minuten Fahrzeit zu erreichen. Wir sind es also gewohnt, dass Lebensmittel nahezu immer und überall gekauft werden können. Im Sommer haben die Supermärkte sogar am Sonntag geöffnet.
Warum sollte man sich also einen Vorrat anlegen?
Bitte denken Sie bei dieser Frage nicht gleich an das schlimmste. Schon relativ häufig auftretende und zunächst harmlos klingende Ereignisse wie starke Schneeverwehungen können zur Folge haben, dass Sie den Supermarkt nicht mehr erreichen können und auf einen soliden Vorrat angewiesen sind. Fällt der Strom aus, bleiben Supermärkte und Tankstellen geschlossen, Ihr Kühlschrank funktioniert nicht mehr.
Ein gut angelegter Vorrat ist obendrein nicht nur im Ernstfall unverzichtbar, er ist auch im Alltag praktisch. Sind Sie beispielsweise einmal krank oder unangemeldeter Besuch steht vor der Tür, dann können Sie bequem auf Ihre Vorräte zurückgreifen.
Ist ein Notvorrat dem „Hamstern“ gleichzusetzen?
Auf gar keinen Fall dürfen Sie auch nur auf die Idee kommen, sich beim Anlegen eines Notvorrates selbst des „Hamsterns“ zu bezichtigen oder durch andere „Hamsterer“ nennen zu lassen. Das frühzeitige Anlegen eines Notvorrates mit sinnvoll gewählten Lebensmitteln in ebenfalls sinnvollen Mengen hat mit dem panikartigen Kauf von zumeist weniger sinnvollen Lebensmitteln in abnormen Mengen in akuten Situationen überhaupt nichts zu tun. Sicherlich erinnern Sie sich noch an Menschen, die beispielsweise zu Beginn der Corona-Pandemie Unmengen an Toilettenpapier oder Nudeln und Mehl in 25-Kilo-Säcken gekauft haben, weil diese Artikel vermeintlich knapp würden.
Wie lege ich einen sinnvollen Vorrat an?
Wichtig ist zunächst, dass Sie nur das bevorraten, was Sie auch realistisch außerhalb einer Gefahrenlage Verbrauchen würden. Damit vermeiden Sie die Verschwendung von abgelaufenen Lebensmitteln aus Ihrem Vorrat, die Sie unter normalen Umständen niemals essen würden. Wenn Sie also beispielsweise scharfen Bohneneintopf aus der Dose im Alltag nicht essen würden, dann sollten Sie diesen auch nicht bevorraten. Lagern Sie das ein, was Sie gerne essen und was haltbar ist. Diesen „Luxus“ können Sie sich dank Ihrer frühzeitigen Vorbereitung leisten – Sie müssen dann nicht auf das zurückgreifen, was im Supermarkt noch übrig ist.
Ihr Vorrat sollte „lebendig“ sein. Damit ist gemeint, dass Sie die bevorrateten Lebensmittel nach und nach im Alltag verbrauchen und durch neue, entsprechend länger haltbare Lebensmittel ersetzen. So vermeiden Sie es, nach einiger Zeit abgelaufene Lebensmittel entsorgen zu müssen. Gleichzeitig behalten Sie so einen Überblick darüber, was sich in Ihrem Vorrat befindet.
Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) hat einen Ratgeber veröffentlicht, welche Lebensmittel in welchen Mengen sinnvoll zu bevorraten sind. Diesen finden Sie hier: Ratgeber des BBK
Einen praktischen Vorratsrechner entsprechend Ihrer Haushaltsgröße finden Sie hier: Vorratsrechner des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft
Hausapotheke
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Neben Lebensmitteln ist auch eine gut sortierte Hausapotheke wichtig, sollten Sie Ihr Zuhause einmal nicht verlassen oder die Apotheke nicht erreichen können. Es ist in solchen Situationen hilfreich, wenn Sie Medikamente und Verbandmaterial im Haus haben, mit denen Sie leichte Verletzungen und Erkrankungen behandeln können. Wie schnell hat man sich auch im Alltag eine Schürfwunde von einem Sturz oder eine Brandblase beim Kochen zugezogen? Achten Sie deshalb darauf, Ihre Hausapotheke regelmäßig auf Vollzähligkeit und Haltbarkeit zu überprüfen.
Auch hier beachten Sie bitte die richtige Lagerung Ihrer Hausapotheke. Da insbesondere die Medikamente für Kinder auf gar keinen Fall erreichbar sein dürfen, sollten Sie die Hausapotheke in einem hoch hängenden oder abschließbaren Schrank aufbewahren. Zudem sollten Sie Ihre Hausapotheke nicht im Badezimmer aufbewahren, denn Medikamente müssen kühl und trocken gelagert werden.
Achten Sie bitte auch darauf, dass Sie Medikamente mit abgelaufenen Haltbarkeitsdatum regelmäßig aussortieren. Ist das Haltbarkeitsdatum überschritten, können Medikamente ihre Wirkung verlieren oder im schlimmsten Fall auch gefährlich werden. Nehmen Sie deshalb keine abgelaufenen Medikamente ein!
Entsorgen können Sie abgelaufene Medikamente regulär im Restmüll.
Das gehört in eine Hausapotheke:
• persönliche, vom Arzt verschriebene Medikamente
• persönliche, aktuelle Medikamentenliste
• Mittel gegen Erkältungskrankheiten
• Mittel gegen Durchfall, Übelkeit und Erbrechen
• Mittel gegen Schmerzen und Fieber (auch für Kinder)
• Mittel gegen Insektenstiche und Sonnenbrand
• Fieberthermometer
• Haut- und Wunddesinfektionsmittel
• Elektrolyte zum Ausgleich von Durchfallerkrankungen
• Splitterpinzette
• Einweghandschuhe
• Atemschutzmasken
• Verbandmaterial (z. B. der Inhalt eines handelsüblichen KFZ-Verbandkastens)
Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) hat einen Ratgeber veröffentlicht, wie eine Hausapotheke angelegt werden kann. Diesen finden Sie hier: Ratgeber des BBK
Dokumente
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Wenn eine Sturmflut droht oder eine Weltkriegsbombe entschärft werden muss, dann muss Ihr Zuhause evakuiert werden. Vielleicht müssen Sie Ihr Haus aber auch aus anderen Gründen verlassen, bei denen Sie überhaupt keine Zeit mehr haben, persönliche Dinge mitzunehmen. Für diesen Fall sollten alle wichtigen Dokumente griffbereit sein, damit diese nicht zerstört werden.
Machen Sie sich bereits frühzeitig Gedanken, welche Dokumente für Sie wichtig sind. Es kann schwierig oder gar unmöglich sein, verlorengegangene Dokumente wiederzubeschaffen. Aus diesem Grunde sollte Ihre Dokumentenmappe nicht nur griffbereit sein, sondern der Lagerort der Mappe sollte möglichst allen Haushaltsbewohnern bekannt sein. Ein kleiner Tipp: Wählen Sie für Ihre Dokumentenmappe einen auffällig bedruckten oder auffällig farbigen Ordner. So finden Sie die Mappe im Ernstfall noch leichter.
Es kann sich empfehlen, wichtige Dokumente auch digital zu sichern und/oder eine Kopie bei Verwandten, Freunden, beim Anwalt oder in einem Bankschließfach aufzubewahren.
Diese Dokumente sollten Sie in der Dokumentenmappe aufbewahren:
Im Original:
• Personenstandsurkunden, Stammbuch
• amtliche Urkunden
Im Original oder als beglaubigte Kopie:
• Rentenbescheide, Einkommensnachweise, Einkommenssteuerbescheide
• Testamente, Patientenverfügungen und Vollmachten
• Sparbücher, Aktien, Wertpapiere, Versicherungspolicen
• Verträge und Änderungsverträge (Arbeitsvertrag, Mietvertrag etc.)
• Zeugnisse, Titel, Nachweise über Qualifikationen
Als einfache Kopie reichen aus:
• Personalausweis, Reisepass, Gesundheitskarte
• Führerschein, Fahrzeugpapiere
• Impfpass
• Bescheide von Behörden
• Zahlungsbelege
Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) hat einen Ratgeber für eine gut sortierte Dokumentenmappe veröffentlicht. Diesen finden Sie hier: Ratgeber des BBK
Hygiene
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In Deutschland sind wir hohe Hygienestandards gewohnt. Zähneputzen, Hände waschen, Duschen, alles das gehört für uns zur täglichen Routine. Tritt eine Gefahrenlage ein, kann es passieren, dass Leitungswasser nicht mehr oder nur sehr eingeschränkt verfügbar ist. Was machen Sie also nun? Ähnlich wie bei den Lebensmitteln können Sie auch hier Vorsorge treffen.
Was können Sie also tun?
• Gehen Sie sparsam mit Trinkwasser um. Benutzen Sie beispielsweise Einweggeschirr, um das Spülen zu vermeiden, nutzen Sie Feuchttücher zur
Handreinigung und verwenden Sie alternative, wasserlose Reinigungsmittel wie Handwaschpasten oder Trockenshampoos. Benutzen Sie aufgefangenes
Wasser (z. B. Regenwasser) für die Toilettenspülung oder verwenden Sie eine Campingtoilette.
• Unter Umständen kündigt sich ein länger anhaltender Ausfall der Wasserversorgung an, beispielsweise durch Bauarbeiten. Nutzen Sie die vorherige Zeit, um Wasser in geeigneten Behältnissen anzusammeln.
• Sie können Brauchwasser durch spezielle Entkeimungsmittel länger haltbar machen. Lassen Sie sich hierzu am besten in einem Camping- oder
Outdoorhandel beraten.
Folgende Produkte sollten Sie immer vorrätig haben, um in Ausnahmesituationen nicht gänzlich auf Hygiene verzichten zu müssen:
• Zahnpasta, Zahnbürste
• Waschmittel
• Seife
• Feuchttücher
• Toilettenpapier
• Küchenpapier
• Hygieneartikel (Damenbinden, Windeln, Inkontinenzartikel)
• Müllbeutel
• Haushaltshandschuhe
• Desinfektionsmittel
• evtl. eine Campingtoilette mit Ersatzbeuteln/Ersatzflüssigkeit
Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) hat einen Ratgeber für Hygiene in Notsituationen veröffentlicht. Diesen finden Sie hier: Ratgeber des BBK
Notfallgepäck
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Nachdem Sie bereits Ihre Dokumentenmappe mit allen wichtigen Inhalten ausgestattet haben, sollten Sie ebenfalls eine Art „Notfallgepäck“ griffbereit haben. Im Zweifelsfall haben Sie nicht viel Zeit zum packen und Ihr Kopf ist nicht frei genug, um an alles zu denken. Ihr Notfallgepäck, welches Sie in ruhigen Zeiten vorbereitet haben, hilft Ihnen nun schnell weiter, im Notfall alles dabei zu haben.
Bedenken Sie, dass es eventuell einige Zeit dauern kann, bis Sie wieder zurück in Ihr Zuhause können und Sie vorerst bei Bekannten oder in einer Notunterkunft unterkommen müssen. Bemessen Sie Ihr Notfallgepäck so, dass für jedes Familienmitglied nicht mehr mitgenommen wird, als in einen Rucksack passt.
Das nehmen Sie mit:
• Verschriebene Medikamente, Brille
• Dokumentenmappe
• Haustürschlüssel, Autoschlüssel
• Bargeld
• Erste-Hilfe-Material
• Verpflegung für zwei Tage
• Wasserflasche
• Einweggeschirr und Besteck
• Dosenöffner und Taschenmesser
• Schlafsack oder Decke, evtl. Isomatte
• Taschenlampe und Reservebatterien, evtl. Kurbeltaschenlampe
• Batteriebetriebenes Radio mit Reservebatterien, evtl. Kurbelradio
• Kleidung für ein paar Tage
• Kopfbedeckung
• Arbeitshandschuhe
• Hygieneartikel für ein paar Tage
• Schutzmaske, behelfsmäßiger Atemschutz (auch zum Schutz bei Gefahr durch radioaktive oder chemische Stoffe)
• Für Kinder und hilfebedürftige Personen: Brustbeutel oder eine SOS-Kapsel mit Namen, Geburtsdatum und Anschrift. SOS-Kapseln erhalten Sie in
Kaufhäusern, Apotheken und Drogerien.
• Kuscheltiere, Spielzeuge für Kinder
Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) hat einen Ratgeber für das Notfallgepäck veröffentlicht. Diesen finden Sie hier: Ratgeber des BBK
Auf dem Laufenden bleiben
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Informationen und Warnmeldungen können überlebenswichtig sein. Zum Beispiel bei einer Sturmflut oder extremen Schneefall kann es vorkommen, dass Teile der Bevölkerung von der Außenwelt abgeschnitten sind und keine Informationen mehr über die üblichen Wege (Smartphone, Fernseher etc.) erhalten können. Insbesondere Fernsehen und Internet funktionieren nur mit Strom, der eventuell auch ausfallen könnte.
Damit Sie auch in widrigen Situationen Nachrichten empfangen können, sollten Sie ein Solar- oder Kurbelradio im Haus haben. Auch ein batteriebetriebenes Radio oder das Autoradio können eine Alternative sein. Solar- und Kurbelradios gibt es bereits für kleines Geld im Bau- oder Elektromarkt sowie im Internet.
Bei außergewöhnlichen Einsatzlagen richtet die Gemeinde Ostseebad Insel Poel einen sogenannten „Notfall-Infopunkt“ ein. Dieser befindet sich im Gerätehaus der Freiwilligen Feuerwehr in der Wismarschen Straße 1d, Kirchdorf, und dient als Anlaufstelle für Bürgerinnen und Bürger, um Notrufe abzusetzen, allgemeine Hilfeersuchen zu stellen sowie um Informationen zu erhalten. Die Inbetriebnahme des Notfall-Infopunktes wird auf den Websites der Gemeinde sowie der Feuerwehr und zusätzlich ggf. über Lautsprecherdurchsagen und Sirenen bekannt gegeben.
Den Notfall-Infopunkt können Sie nicht verfehlen. Er ist durch ein leuchtrotes Schild mit der Aufschrift „Notfall-Infopunkt“ gekennzeichnet.
Weitere Informationen zum Thema „Warnung der Bevölkerung“ finden Sie auf unserer Website unter dem Menüpunkt „Bevölkerungsschutz und Bürgerinformation → Warnung der Bevölkerung“.
Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) hat einen Ratgeber zum Thema „Informiert bleiben“ veröffentlicht. Diesen finden Sie hier: Ratgeber des BBK
Sicheres Zuhause
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Das Wasser steigt, der Wind weht mit mehr als 100 km/h oder die Schneemassen auf Ihrem Dach werden immer mehr. Extreme Wetterlagen können neben Personenschäden auch Schäden an Ihrem Gebäude verursachen. Kleine bauliche Maßnahmen helfen Ihnen bereits, Ihr Gebäude für solche Fälle sicherer zu machen. Als Eigentümer einer Immobilie können Sie dies selbst tun, als Mieter können Sie sich beim Vermieter über bereits getroffene Maßnahmen informieren oder die Umsetzung noch fehlender Maßnahmen anregen.
Diese baulichen Maßnahmen sollten Sie treffen:
Ihr Dach:
• Sichern Sie Ihre Dachdeckung mit Sturmhaken und ausreichender Vernagelung
• Installieren Sie Schneefanggitter als Vorbeugung für Dachlawinen
• Lassen Sie den Dachstuhl sowie die Dachhaut gegen Abheben bei Orkanböen zusätzlich sichern
• Lassen Sie bei geneigten Dächern Windrispen in kreuzweiser Anordnung anbringen
Ihr Garten/Ihre Außenanlagen
• Sichern Sie Markiesen und Überdachungen gegen Stürme
• Lassen Sie umsturzgefährdete Bäume zu Ihrer Sicherheit entfernen. Diese können in Hausnähe durch Umsturz oder Astbruch Ihr Gebäude beschädigen
• Stellen Sie bewegliche Gegenstände (z. B. Trampoline, Gartenmöbel, Fahrräder etc.) bei einem Sturm sicher unter
Ihr Abwasser
• Lassen Sie Rückstauklappen in Ihren Abwasserleitungen installieren und überprüfen Sie regelmäßig die Funktionsfähigkeit
• Lassen Sie mit einer Hebeanlage Abwasser aus tiefer gelegenen Geschossen entsorgen; diese Leitungen müssen deutlich oberhalb des Rückstauniveaus geführt werden
• Lassen Sie eine leistungsstarke Tauchpumpe in Verbindung mit einem Pumpensumpf das evtl. eingedrungene Wasser abpumpen. Solche Pumpensümpfe sollten an mehreren Stellen in überflutungsgefährdeten Geschossen und in Ausgangsnähe eingeplant werden
• Fliesenbeläge und wasserfeste Bau- und Dämmmaterialien ermöglichen bei einer Überflutung im Untergeschoss eine effektive Entsorgung von Wasser und Schlammrückständen
Ihre Elektroversorgung
• Legen Sie Hausanschluss und Zählerkasten überflutungssicher an
• Kontrollieren Sie die Elektroanlage hinsichtlich des Schutzes vor Überspannungen und auf Fehlerstrom-Schutzeinrichtungen (RCD, früher FI-Sicherung)
• Überprüfen Sie, ob der Blitzschutz ausreichend ausgelegt ist. Für gefährdete Geschosse sollte es getrennte Stromkreise geben, die bei Bedarf stromlos geschaltet werden können
• Schaffen Sie sich ein kleines, aber leistungsstarkes Notstromaggregat an. Dies kann in verschiedenen Notsituationen sehr hilfreich sein
Ihre Heizung
• Sichern Sie Tankanlagen im Haus und im Außenbereich gegen Aufschwimmen
• Lassen Sie die Heizungsanlage gegen Überflutungen sichern
• Planen Sie die Möglichkeit des Betriebs der kompletten Heizungsanlage über Notstrom ein
Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) hat einen Ratgeber zum Thema „Sicherheit am Haus“ veröffentlicht. Diesen finden Sie hier: Ratgeber des BBK