Eine Drehleiter ist ein Hubrettungsfahrzeug der Feuerwehr. Sie wird überwiegend zur Menschenrettung eingesetzt, kommt aber auch bei Bränden zum Einsatz, in dem von der Drehleiter aus der Außenangriff durchgeführt wird. Die vorhandene Drehleiter verfügt über einen Rettungskorb, sodass gerettete Menschen sicher in diesem Korb nach unten befördert werden können.
Die Drehleiter ist dem Typ DLK 23/12 zugeordnet, hat also eine Nennrettungshöhe von 23 Metern bei 12 Metern seitlicher Ausladung. Die maximale Arbeitshöhe beträgt 32 Meter.
Bei dem Fahrzeug handelt es sich um ein Fahrzeug aus der Sammelbeschaffung der Bundesländer Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern. Im Rahmen der interkommunalen Zusammenarbeit zwischen der Hansestadt Wismar, den Gemeinden Benz, Blowatz, Boiensdorf, Hornstorf, Krusenhagen, Neuburg und der Gemeinde Ostseebad Insel Poel wird dieses Fahrzeug durch die Berufsfeuerwehr Wismar betrieben und ist auch dort stationiert. Durch eine öffentlich-rechtliche Vereinbarung zwischen diesen Partnern wurde geregelt, dass die Drehleiter im Einsatzfall in die jeweilige Gemeinde alarmiert und von Einsatzbeamten der Berufsfeuerwehr bedient wird. Die Gemeinden stellen hierfür im Einsatzfall zusätzliches Personal bereit, welches regelmäßig geschult wird und an praxisnahen Übungen mit dem Fahrzeug in ihrer Gemeinde teilnimmt. Im Gegenzug beteiligen sich die Gemeinden an den Anschaffungs-, Unterhaltungs- und Ausbildungskosten, sodass alle Beteiligten von der beispielhaften Zusammenarbeit profitieren können.
Durch diese Konstellation wurde es möglich, innerhalb nur eines knappen Jahres zwischen Idee und Inbetriebnahme, der Erfordernis einer Drehleiter in den genannten Gemeinden gerecht zu werden, ohne dass jede einzelne Gemeinde eine eigene, teure Drehleiter anschaffen muss. Viele kleine Gemeinden könnten diese finanzielle Belastung nicht stemmen und das Fahrzeug würde sich mangels entsprechend hoher Einsatzzahlen dort förmlich "kaputt stehen".
Auf der Insel Poel wurde die Vorhaltung eines Hubrettungsfahrzeuges notwendig, da es im Gemeindegebiet Wohngebäude mit einer Höhe von mehr als 8,50 Meter (Oberkante Brüstung Fenster) gibt, die über keinen zweiten baulichen Rettungsweg verfügen (§ 33 Landesbauordnung M-V).
Ausstattung:
- Motorkettensäge (2x)
- Lüfter
- Pressluftatmer (2x)
- Stromerzeuger mit Zubehör
- Verkehrswarnausstattung
- Diverses Werkzeug
- BOS-Funk
- Korbtrage
- fernbedienter Wasserwerfer
- Vieles mehr
Foto: Pressestelle der Hansestadt Wismar